Wetterauer Tintenfass: Burg Münzenberg mit Kindern

Jaaaa, endlich! Der Sommer kommt. scheint unaufhaltsam!
Ich freue mich wie verrückt, endlich kann Helena ungehindert die Natur erkunden, ohne dicke Jacke, Mütze, Handschuhe und Stiefel.
Wir planen also voll Freude Ausflüge in alle Richtungen.

Heute war das Ziel die Burg Münzenberg, auf Grund ihres Aussehens auch das Wetterauer Tintenfass genannt.
Hier werden Erinnerungen wach, an Tage glücklicher Kindheit, wir drei Geschwister zusammen mit Mama und Papa. Ich sehe Mama ängstlich am Fuße des Turms stehen, während Papa mit uns wagemutig über den Rand des höchsten Turms schaut. Und ich sehe mich meine Nase durch jedes Fenster strecken, neugierig, was wohl dahinter ist.

Solche Erinnerungen möchte ich nun auch schaffen.

Kurz zu den Fakten:

„Die seit 1162 namentlich bekannte Burg Münzenberg, regional auch Münzenburg oder Wetterauer Tintenfassgenannt, ist die Ruine einer Höhenburg auf dem 239 m ü. NN hohen Münzenberg südlich des Ortes Münzenberg im hessischen Wetteraukreis. Sie ist eine der bedeutendsten aus dem Hochmittelalter stammenden Burganlagen Deutschlands.“ (Quelle: Wikipedia)

Von der A45 und der A5 aus kann man schon die Burg sich erheben sehen.

Es gibt Besucherparkplätze, den Fußweg bis zum Eingangstor schaffe sogar ich ohne Probleme.
Der Eintritt kostet pro Erwachsener 3,50€, wir waren mit meiner Schwester und ihren Töchtern dort, unsere Kinder mussten allesamt nichts zahlen (die Älteste ist 3 Jahre alt, die anderen beiden kurz vor ihrem zweiten Geburtstag).
In der Nähe der Kasse gibt es Toiletten, außerdem wird ein kleines Sortiment Eis am Stiel angeboten.

Die Wege sind mit groben Steinen gepflastert, oben der Bereich zwischen den Türmen und die einzelnen (ehemaligen) Räume begrünt. Eine riesengroße Linde läd ein, darunter zu verweilen und sich ein bisschen in vergangene Zeiten entführen zu lassen.

Es gibt jede Menge Platz für die Kleinen zu klettern, zu laufen und verschiedene Ecken zu erkunden. Vorsicht ist jedoch bei den verschiedenen Treppen geboten, die Stufen sind steinern, etwas glatt und sehr hoch. Aber die unzähligen Mauern zum draufklettern, Fenster zum durchgucken und Nischen zum Erkunden faszinieren sogar mich noch.

An der Hauptmauer entlang kann man über einen Pfad einmal um die Burg herum laufen und die traumhafte Aussicht über die Wetterau genießen. Die Mauer ist zum Glück zu hoch zum Drüberschauen für die Kleinen, da müssen Mama oder Papa behilflich sein.
Die Hauptattraktion ist sicherlich der große, begehbare Turm. Über viele, viele Stufen kommt man auf die oberste Plattform. Meine Schwester hat es problemlos mit beiden Kindern hoch geschafft, der Weg runter war wohl etwas beschwerlicher, aber machbar.

Dort oben ist die Aussicht sicher atemberaubend – ich weiß das nicht, gehöre inzwischen auch zur Fraktion ‚Höhenangst‘ 😀
Noch heute sehe ich meine Mutter ängstlich heraufblicken zu uns, während Papa uns hochhebt, damit wir runterwinken können.
Ich verstehe sie nun SO GUT!!!

Nichtsdestotrotz ist ein Ausflug auf die Burg absolut zu empfehlen, kostengünstig und total sehenswert, auch mit kleinen Kindern. Mehrmals im Jahr finden außerdem Mittelalterveranstaltungen statt (GENAU mein Ding!) und es gibt verschiedene Angebote für Führungen, in denen man sicher noch mehr entdecken kann als auf eigene Faust.

Also los, Schuhe an, Kekse eingepackt, angucken!

deine Lila

 

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