Mama macht Urlaub!

…und *schwupps*, war ich weg.

Im Sommer reifte in mir der Gedanke, unseren Familienurlaub nicht am Meer sondern in Berlin planen zu wollen. Und genau das tat ich und die Zeit in Berlin war wahnsinnig schön.
Aber die Vorstellung dieses Jahr gar nicht am Strand zu stehen und die Wellen zu bewundern war furchtbar beklemmend. Ich und das Meer, da wohnt mein Herz und ich vermisse es fast täglich. Darauf kann ich doch nicht freiwillig verzichten?!

Nun folge ich sei längerer Zeit Berit von Marmeladekisses auf Instagram. Zwischen Fotografie, Blumenliebe und Lebensgeschichten reist sie auch immer mal wieder nach Holland. Und nachdem sie in den Instagram-Stories einen Einkaufsführer für Haarlem ankündigte, schaute ich mir dieses schöne Städtchen online mal genauer an.

Eine Idee war geboren!

Da wollte ich hin! Bald! Ganz ganz bald!
Im Laufe meiner Suche nach einer Unterkunft richtete sich mein Blick auf Zandvoort, ein Ort nahe Haarlem, aber vor allem: Noch näher am Meer!!
Long story short: am Freitag, den 20.10. war es soweit. Meine beste Freundin stand vor der Tür und holte mich ab. Wir hatten uns dazu entschieden, diese wenigen Tage zu zweit zu verbringen, fernab von Familie, täglichen Aufgaben, Stress, Arbeit. Nur wir zwei und viel Zeit.

Das hier soll gar kein ewig langer Reisebericht werden, nein.
Ich möchte euch nur an meinem Glück Teil haben lassen, wie gut dieser allererste Urlaub außerhalb der Familienstruktur getan hat.
Durchatmen, schlafen, Schokolikör trinken, im eigenen Tempo durch die Straßen eilen oder schlendern, einfach mal nur ich und nur bei mir sein. Nichts tun oder alles tun. Das Wasser anstarren ohne den Blick abwenden zu müssen, um mein Mädchen zu beaufsichtigen. Tobender Sturm und strömender Regen. Sand und Salz in den Haaren. Klimbim und Keramik in den kleinen Geschäften bewundern und durchstöbern, ganz wie mir es gefällt.
Berits Ratgeber war hier ein willkommener roter Faden, der uns eine Richtung vorgab, da wir uns in Haarlem null auskannten. Aber es war vorauszusehen, dass wir uns ziemlich oft von all den anderen hübschen Schaufenstern um uns herum haben ablenken lassen. Es ist einfach zu hübsch dort!

Sind wir mal ehrlich: Meine beste Freundin kenne ich länger als Zian und Helena zusammen.
Natürlich unterscheiden sich auch hier die Interessen, aber eins hatten wir gemein: Die allererste echte Pause vom Mama-Sein. Und ich bin mehr als dankbar, dass sie sich diese Auszeit mit mir gemeinsam genommen hat.

Hey, meine Melli: Danke für die wunderbaren, freien Stunden! Danke für die vielen tausend Schritte, die blaue Arena, das beste Sushi, den Film mit dem nackten Mann und das Auto holen ohne mich, damit ich dem Meer ‚Tschüss‘ sagen konnte. Ab jetzt werd ich immer an unser tolles, freies Wochenende zurückdenken, wenn ich den Rauch verboteter Substanzen rieche und Einhornkaffeetassen sehe:-D

Und zu guter Letzt: Ich bin unfassbar dankbar, dass niemand in meinem Umfeld daran zweifelte oder gar Bewunderung dafür aussprach, dass mein Mann unsere Tochter diese drei Tage lang alleine betreuen würde. Keine Sekunde hatte ich Zweifel daran, dass er unsere Tochter genauso gut betreuen könnte wie ich. Er aß kiloweise Chilli con carne, sie trug Klamotten, die ich so nie kombiniert hätte, aber was zählt ist, dass auch die zwei ein tolles Wochenende hatten.

Fazit: Pure Dankbarkeit für jede Sekunde. Ohne wenn und aber.
Und trotzdem Familienvermissen. Zum Glück.

Und du? Nimmst du dir manchmal eine Auszeit?

Deine Lila

Hier noch ein paar visuelle Impressionen 🙂

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