Liebster-Award Nummer ZWEI

Es gibt da eine Frau im Netz, die bewundere ich ohne Ende für ihre positive Grundeinstellung (sie sagt ja selbst, sie sei eine hoffnungslose Optimistin ^^). Und wenn man sich mit ihr über Schwangerschaft und Geburt unterhält, mag man am liebsten direkt noch ein Kind bekommen, denn sie macht mir (und einigen anderen Müttern) Mut, dass so eine Geburt auch selbstbestimmt, positiv und ohne Angst von Statten gehen kann.

Ich rede von MotherBirth, die mich zu meinem zweiten Liebster-Award nominiert hat. Dem komme ich total gern nach, DANKE! Hier also ihre elf Fragen an mich:

1. Respekt – was bedeutet er für dich?

Respekt ist ja sehr weit gegriffen. Aber am Ende möchte doch jeder gern für das respektiert werden, was er macht und /oder ist. Und das hat auch jedes Lebewesen genau so verdient. Respekt, also Wertschätzung.
Ich persönlich versuche im Alltag vor allem Respekt vor dem Handeln und den Entscheidungen, der Gefühlswelt meiner Mitmenschen zu haben. Respekt geht bei mir Hand in Hand mit Akzeptanz und Toleranz und wird von mir so unglaublich hoch geschätzt, weil ich selbst mich sehr häufig weder respektiert fühle noch selbst respektiere.
Und wenn ich den Einen für das, was er tut dann doch nicht respektieren kann, weil es völlig gegen meine Werte geht, dann kommt bestimmt ein Anderer um die Ecke, der den Einen genau DAFÜR respektiert.
Ui. Schwere Frage, echt. Nun hab ich mir Knoten ins Gehirn gedacht während ich Helena beim Einschlafversuch zuhöre und vielleicht etwas konfus gequasselt 😀

2. Hast du einen “grünen Daumen” oder gehen in deiner Nähe alle Pflanzen zugrunde? 😉
Ich schau mich kurz um und sehe….1…2…3…4…5 sterbende Pflanzen und einen Blumenstrauß im Zimmer.
Wir haben zwei Katzen, die nur zu gern an den Topfpflanzen rumknabbern. Also stell ich
das Grünzeug immer gaaaanz nach oben. Da widerum sind sie aus meinem Blickfeld verschwunden, werden nicht gegossen und ich rette sie meist kurz vor knapp noch….bis sie das nächste Mal wieder aussehen wie Trockenobst.

3. Was ist dein liebster Fortbewegungsmittel? Fahrrad, Bus, Bahn oder Auto?

Ich war eine passionierte Autofahrerin. Seit unsrem schlimmen Unfall ist mir diese Leidenschaft leider verloren gegangen, ich hab einfach nur noch Angst. Aber ich habe mir fest vorgenommen, mir das nicht auf Dauer nehmen zu lasen und zur Not eine Traumatherapie zu machen. Denn für mich gibt es kaum ein schöneres Gefühl als bei unglaublich lauter Musik singend durch die Landschaft zu düsen.

4. Trage-Mama oder doch lieber den Kinderwagen schieben?

Dazu habe ich eine kleine Geschichte und eins meiner Lieblingsbilder von mir und Helena:

Ich hatte schon vor der Geburt beschlossen, sie zu tragen. Das Tragetuch wurde schon Wochen vorm ET eingekuschelt und ich hab mich wahnsinnig gefreut.
Und dann….ja, dann kam diese Geburt und die Zeit danach und die plötzliche dauernde Angst, mit dem Baby irgendwas zu machen, was nicht in Ordnung ist oder was sie zum weinen bringt. Irgendwie war ich noch nicht angekommen, wir hatten uns noch nicht gefunden. Es dauerte einige Wochen, bis ich meine Hebamme um Trageberatung bat. Aber als es dann so weit war, war ich im Himmel. Nach wenigen Minuten schlief Helena, ganz nah bei mir, fest ins Tuch gebunden. Sie brauchte weder meine Arme als Wiege noch meine Brust im Mund zur Beruhigung. Sie schlief einige Stunden durch. Unfassbar. Und plötzlich fühlte ich mich angekommen. Plötzlich war sie mein Kind, meine Tochter, mein Herz. Plötzlich waren wir beisammen.
Um nichts in der Welt möchte ich dieses Erlebnis missen und auch ihr Papa hat sie immer sehr stolz getragen.
Inzwischen läuft sie soooo gern, ist zu groß um sie vorne zu tragen, also kommt eher der Kinderwagen zum Einsatz. Aber auch früher schon haben wir das immer nach Situation entschieden, Helena mochte schon immer beides.

5. Was assoziierst du mit dem Wort: “selbstbestimmt”?
Das ist ein Wort, das mir überhaupt erst vor Kurzem geläufig wurde und zwar vorrangig im Zusammenhang mit Geburten. Ein Thema, mit dem ich mich sicher noch genauer beschäftigen werde.

6. Wie würdest du “Emanzipation” definieren?

*googelt Emanzipation* *liest Wikipedia*

im Ernst: Ich mag Oberbegriffe nicht so. Denn es gibt immer eine Definition, und für mich dann doch ein ‚aber‘, einen Ausbruch aus der eigentlichen Beschreibung.
Wenn ich also die öffentliche Definition von Emanzipation lese muss ich sagen: Okay, wenn ’sich emazipieren‘ bedeutet sich frei zu machen, aus Zwängen zu lösen, bin ichs nicht. Sowas von nicht. Gar nicht so sehr aus der Sicht der Frauenemanzipation sondern im Großen und Ganzen. Ich stecke in Zwängen, Vorstellungen, rechtfertige mich Tag für Tag vor mir selbst und Anderen und knicke doch wieder ein, weil mir die Kraft fehlt mich zu lösen.
Außer in einem Punkt: Der Kindererziehung. DA habe ich mich emazipiert, mich gelöst aus dem, was ich erfahren habe und aus dem, was andere Menschen von mir erwarten. Ich habe meinen eigenen Weg gefunden, gehe den und lasse mich nicht in Wege zwingen. Ich hole mir Rat, ich erinnere mich an meine Eltern, aber ich habe mich da völlig emanzipiert.
Glaub ich.

7. Was ist dein absolutes Lieblingsbuch?

Ich habe kein Lieblingsbuch, ich liebe alle Bücher.
Aber ich habe einen Lieblingsautor, Terry Pratchett, das bewegt sich so in der Fantasy-Schiene, sehr lustig und oft versteckt tiefgründig und leiderleiderleider kürzlich verstorben.
Zwei Bücher, die ich immer und immer wieder gern lese sind ‚Hallo Mister Gott, hier spricht Anna‘ von Fynn und ‚Sommerschwestern‘ von Judy Blume.

8. Muss für dich der Beruf auch Berufung sein?

Ich hatte nie einen Beruf, der Berufung ist. Das, wozu ich mich berufen fühlte hat mir das Studium verleidet und das, was ich schon als Beruf hatte hat zwar Spaß gemacht, aber war nie Berufung. Im Prinzip fühle ich mich bis jetzt noch berufen zum ‚Mama-sein‘ 😉

9. Sollte in Deutschland mehr für Familien getan werden? Und wenn ja, was?

JA!
Aber darüber kann man sich ja ewig auslassen. Vereinbarkeit ist das große Thema. Mütter und Väter müssen mehr Rückhalt erfahren, Paare dürfen sich nicht mehr aus finanziellen und organisatorischen Gründen gehemmt fühlen, eine Familie zu gründen. Es fehlt an Flexibilität, Toleranz und Unterstützung.

10. Bist du als Mutter ängstlicher geworden, oder war es eher umgekehrt?

Ich bin ein grundängstlicher Mensch: ich weiß nicht, ob das Mutter-sein mich direkt ängstlicher gemacht hat. Es sind auf jeden Fall eine Menge Ängste dazugekommen, die ich ohne Kind nicht haben KONNTE, weil ich ja kein Kind hatte, um das ich mich hätte ängstigen können. Nun ängstige ich mich einfach für zwei.

11. DIY – ist das was für dich, oder hast du zwei linke Hände? 😉
Du weißt ja, wen du hier nominiert hast, also weißt du auch, dass ich einen riesigen Spaß am DIY hab. Häkeln, nähen, malen, zeichnen, zimmern, modellieren, kreieren, ich probier alles aus und hab mehr Ideen im Kopf als mein Tag Stunden hat. Am Liebsten würd ich so mein Geld verdienen, aber ich ängstige mich (da isse wieder, die Spielverderberin
namens Angst), dass ich dann den Spaß verliere. Aber ich ernte häufig Lob für meine Projekte und ziehe daraus Kraft, denn darauf kann ich stolz sein, und das weiß ich.

Nun bin ich dran. Elf Fragen, ein paar Kandidaten.
Ich entscheide mich für die geerdete 😉 Lisa alias FrauHamschta,  die zum Glück manchmal ‚kackbratzige‘ Anni alias Marmeladenschuh und die ‚genau SO gut wie sie ist(!!!)‘ Reni von Mamis-Blog.
Haut in die Tasten, Mädels, ich würd mich total freuen!! 😉
1. Wann warst du das letzte Mal im Kino, welcher Film?
2. Wo machst du am liebsten Urlaub (oder würdest gern mal Urlaub machen)?
3. Kaffee oder Tee?
4. Hattest du Neujahrsvorsätze? Wenn ja: Hast du sie eingehalten?
5. Du kommst spontan zu 100.00€, was machst du damit?
6. Wann hast du deinen letzten Brief geschrieben?
7. Womit machst du dir den Kopf frei?
8. Wo siehst du dich mit 80 und worauf möchtest du zurück blicken?
9. Hand aufs Herz: Wenn du EINE Sache an dir ändern könntest, welche wäre das?
10. Welche Entscheidung in deinem Leben hast du im ersten Augenblick bereut und hat sich im Nachhinein als goldrichtig erwiesen? (Wenns da nichts gibt, dann vielleicht andersrum?)
11. Klassik, HipHop, DeathMetal oder oder….welche Musikrichtung sagt die am ehesten zu?

Die Regeln:

  • Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt und bedanke dich bei ihm.
  • Gerne verlinke deine Antwort unten im Kommentar.
  • Nominiere 3 – 5 weitere Blogger für den Liebster Award.
  • Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
  • Schreibe diese Regeln in deinen Liebster Award Blog-Artikel.
  • Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.
So, bis bald mal wieder,
ich hoffe du hast wieder ein bisschen über mich gelernt,
                                                                                                                                                                                                                 deine Lila

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