DIY Learning-Tower nach Montessori – IKEA-Hack

Helena ist wahnsinnig interessiert daran, was ich den ganzen Tag so mache und möchte am Liebsten überall ihre Finger im Spiel haben.
Bei vielem geht das, aber in der Küche verbirgt sich in diesem Wunsch eine gewisse Gefahr. Sie grabscht mit ihren Fingerchen auf die Arbeitsplatte und kennt dabei keinen Unterschied zwischen Holz und Herdplatte. Außerdem ist sie mit jeder Minute, die ich kochend/schnibbelnd/spülend verbringe ungehaltener, weil sie einfach MITmachen möchte.

Auf der Suche nach Lösungen bin ich auf den learing-tower gestoßen. Eine Idee, die aus dem Konzept der Montessori-Pädagogik stammt und zum Ziel hat, das Kind möglichst viele alltägliche Arbeiten mitmachen (oder selbst machen) zu lassen. Perfekt!
Aus all den Beiträgen und Ideen haben wir uns einen Bauplan zusammengeschustert, der nur wenige Schritte bedarf und fast vollständig aus IKEA-Bauteilen besteht. Das schafft auch der unbegabteste Handwerker 🙂

Man nehme:

1x Tritthocker Bekväm (12,99 €)
1x Hocker Oddvar (9,99€)
1x Schlossriegel
1x Scharnier
ein paar Schrauben
Schleifpapier
3x Vierkanthölzer 23,5cm

 

Zunächst werden Bekväm und Oddvar wie in den niedlichen kleinen Ikea-Bildanleitungen 😉 aufgebaut. Das geht ratzfatz und ist wirklich einfach. 

Wichtig: Beim Hocker Oddvar auf einer Seite die Querstrebe nicht nach Anleitung festschrauben, denn dort soll der Einstieg für das Kind sein. Wir haben es in der Höhe versetzt und mit einem Scharnier auf der einen und einem Riegel auf der anderen Seite befestigt (siehe Bilder).
Danach stellt man Oddvar auf den Kopf, platziert die Sitz/Trittfläche auf die oberste Platte von Bekväm und schraubt beide Teile mit mindestens vier Schrauben zusammen, darauf achten den Einstieg richtig zu positionieren 😉
Zu guter Letzt noch die Vierkanthölzer nehmen, die Schnittkanten abschmirgeln um Verletzungen zu vermeiden, und als extra-Querstreben einsetzen, denn die originalen sitzen so niedrig, da erschien uns die Gefahr zu groß, dass das Kind rausfällt, wenn es sich links oder rechts überbeugt.

Im Prinzip total einfach und doch so effektiv. Für alle Materialien zusammen haben wir ca 30€ gezahlt, das kann sich doch sehen lassen!

Und wenn ich den richtigen Moment finde werde ich das gute Stück noch bemalen, unsre Küche ist schon zu holzig für meinen Geschmack.

Seit etwas mehr als einer Woche steht der Turm nun da und ich musste Helena nicht erst einmal mit Engelzungen überreden, da wieder runter zu kommen 🙂 Sie liebt ihn einfach, rührt mit Löffeln in Schüsseln rum, spielt an der Spüle oder beobachtet mich einfach ruhig beim Kochen. So ist sie in der Küche dabei und trotzdem habe ich sie etwas unter Kontrolle und muss nicht dauernd Angst um ihre Fingerchen haben. Zwar kommt sie noch nicht alleine hoch, aber das lernt sie auch noch.

Na, Lust bekommen, auch einen zu bauen? Nur los, das ist wirklich eine tolle Sache!

Bis bald,

                                                                                                                                                                       deine Lila

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